LOTTERIE DE LA VIE I

 
Eine Installation über glückliche Einsamkeit
 
Clara Hinterberger und Nikolaus Witty
 
Eröffnung: Samstag, 9. Januar 2016, ab 17 Uhr
Sonntag und Montag, 10. und 11. Januar 2016, für Passanten

 
„Die Leut‘ müssten heimgehen und bloß juchzen vor Fröhlichkeit, dass man noch so etwas Leichtes spielt. Ich liebe fast alle Operetten. In der heutigen Zeit brauchst du was Lustiges.“, sagt Lotte Z. (*1927, Namensgeberin des Projektraum LOTTE). Sie wohnt seit über 60 Jahren in der Stuttgarter Willy-Brandt-Straße neben LOTTE, zwischen Kernerplatz und Neckartor, Stuttgart 21 und Staatsgalerie. Anfang der 1960er-Jahre kam sie als Statistin zu den Staatstheatern Stuttgart. Bis heute träumt sie von einem eigenen Operettentheater. Hinter der Hausfassade, in den Zimmern ihrer Wohnung durchdringen sich Gegenwart und Gedächtnis: Gemeinsam Aufstehen, Kochen, Fernsehen in einer Wohngemeinschaft mit dem Vergangenen.
LOTTERIE DE LA VIE setzt sich in verschiedenen Episoden mit Stuttgarter Stadtgeschichten auseinander. Zum Start werden biographische Facetten eines Lebens in Stuttgart mit Objekten und Videoprojektion dargestellt.
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Clara Hinterberger studierte Regie in München und untersucht als Regisseurin neue, interdisziplinäre Formen von Musiktheater. Die von Barbara Beyer initiierte Forschungsarbeit „Die Zukunft von Oper“ führte sie 2013 an die Kunstuniversität Graz und an die Deutsche Oper Berlin. 2015 setzte sie sich auf musikalisch-dokumentarische Weise mit dem Ort Benneckenstein (Harz) auseinander.
 
Nikolaus Witty studierte Dramaturgie und Philosophie. Als Dramaturg begleitete er Opernprojekte in München. Interaktive Performances entwickelte er mit Árpád Schilling (Krétakör, Budapest), Bernhard Glocksin (Neuköllner Oper Berlin) und Josef E. Köpplinger (Staatstheater am Gärtnerplatz München). Zurzeit arbeitet er in der Kommunikationsabteilung der Oper Stuttgart.

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