LIMA BEYOND THE PARK

Universität Stuttgart

 

Mehr als ein Park – Mas que un parque

 

Eröffnung und Präsentation: Dienstag 20. November 19 Uhr
Ausstellung vom 21. November – 4. Dezember 2012
Öffnungszeiten: 22./ 23./ 29./ 30. November und 04. Dezember 17-20 Uhr und nach Absprache

 

Die Ausstellung wurde von Studierenden und Mitarbeitern des Instituts für Landschaftsplanung und Ökologie der Fakultät Architektur und Stadtplanung der Universität Stuttgart konzipiert. Am Dienstag, den 20. Oktober, werden Prof. Antje Stokman, MSc. Rossana Poblet und Studierende der Universität Stuttgart die Ausstellung eröffnen und eine Einführung in das Projekt geben.

 

Lima, die Hauptstadt Perus, ist eine der trockensten Städte der Welt. Die Wasserversorgung der Stadt steht vor schwierigen Herausforderungen, einmal aufgrund der Konsequenzen des Klimawandels und zum anderen aufgrund ihres stetigen Wachstums. Es gilt, ein nachhaltiges Management von Wasser und Abwasser für die Zukunft zu finden. Dieses Ziel bildet das Zentrum des interdisziplinären „LiWa“ Forschungsprojektes, in dem neun Forschungseinrichtungen aus Deutschland und Peru zusammenarbeiten.

Lima ist geprägt durch sehr geringe Niederschläge und über acht Millionen Einwohner und hat mit großer Wassernachfrage bei geringer Verfügbarkeit zu kämpfen. Für ihre Wasserversorgung entnimmt sie schon heute fast 100% des Wassers des Fluss Rimac und den Flüssen Chillón und Lurín. Durch die rasche Verstädterung wird den Flüssen zu viel Wasser entnommen. Deshalb wird vermehrt auf Grundwasser zurückgegriffen mit der Folge, dass auch diese Quelle übermäßig beansprucht wird. Da die Bewohner sich grüne Parks wünschen wird die knappe Ressource Trinkwasser auch zur Bewässerung von Grünflächen verwendet. Um Lösungen für dieses Problem zu demonstrieren, wurden in einer Kombination aus dem internationalen Entwurf im Wintersemester und einer darauf aufbauenden zweiwöchigen Summerschool in Perú unterschiedliche Technologien und Gestaltungsansätze für einen ressourcenschonenden Uferpark in einer informellen Siedlung am Chillón Fluss entworfen. Wie kann ein Uferpark ökologische Prozesse integrieren, das Bewusstsein einer Stadt für ihre natürlichen Wasserressourcen schaffen und gleichzeitig ein funktionierendes Wasser-Infrastruktur-System in der Stadt bilden?

In LOTTE werden dabei entstandene Beiträge gezeigt. Die Projekte setzen ein Zeichen für ein neues Verständnis von produktiven Parks, die keinen teuren Luxus darstellen sondern lebensnotwendige Infrastruktursysteme integrieren.