MATARIYAH

 
Über die Entstehung eines Kulturzentrums über den Dächern Kairos
 
Eröffnung Projektausstellung: 20. Februar, 19.00 Uhr
Selina Ahmann, Emmanuel Dorsaz, Hisham El-Hitami
 
Matariyah ist eines der vielen Ghettos in Kairo, die sich derzeit unter dem Druck der rasanten Bevölkerungszunahmen der Wüstenstadt sehr schnell verdichten und immer weiter in die Höhe schießen.
Im Zuge dessen werden viele alte Gebäude abgerissen, um den Stahl-Beton-Skelett-Riesen Platz zu machen. Inmitten dieses urbanen Dschungels aus unbefestigten Straßen, lärmendem motorisierten
Verkehr und einem lebendigen und bunten öffentlichen Markttreiben planten und errichteten junge Architekten ein Kulturzentrum im Auftrag der NGO ‚Mayadin Al-Tahrir‘ auf dem Dach eines mehr als 100 Jahre alten Gebäudes.
Zwei Dinge standen beim Bau dieses Zentrums im Mittelpunkt: Das Verwenden von nachhaltigen Materialen und die Zusammenarbeit mit Jugendlichen vor Ort, um sicherzustellen, dass es nach seiner Erbauung auch angenommen und gepflegt wird.
Mittlerweile wird das Kulturzentrum von Frauen und Kindern genutzt, um sich selbst in kreativen, kulturellen, politischen und emanzipatorischen Themenbereichen weiterzubilden.
Im Rahmen einer Ausstellung im Projektraum LOTTE erzählen die jungen Erbauer von ihrer Arbeit auf dem Dach in Matariyah, von der Zusammenarbeit mit den Jugendlichen und von einem spannenden Erlebnis im partizipatorischen Arbeiten.


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